mtm-gmbh

REINIGUNG VON HYDRAULIKKOMPONENTEN NACH DER TEM-ENTGRATUNG

ANWENDUNGSFALL • MTM FERA

Stahl- und Stahlgusskomponenten von Abbrand und Rückständen nach dem TEM-Entgratuen reinigen

Praxisbeispiel einer MTM FERA-Kammerreinigungsanlage mit Drei-Bad-Verfahren, Ultraschallreinigung und Vakuumtrocknung.

AUFGABENSTELLUNG

Nach der thermischen Entgratung (TEM) sind Hydraulikkomponenten aus Stahl und Stahlguss mit einem rotbraunen Abbrandbelag überzogen. Dieser Belag sowie Rückstände in Tieflochbohrungen und Hohlräumen müssen entfernt werden.

  • Werkstücke: verschiedene Hydraulikkomponenten
  • Materialien: Stahl und Stahlguss
  • Verunreinigungen: Abbrandbeläge und Rückstände nach der TEM-Entgratung
  • Waschkorbabmessungen: 615 × 500 × 200 mm
  • Maximales Korbgewicht: 100 kg
  • Be- und Entladung: manuell, unterstützt durch ein Hebezeug

ENTWICKELTER BEHANDLUNGSABLAUF

Das vom Chemikalienlieferanten festgelegte Drei-Bad-Verfahren kombiniert unterschiedliche Reinigungsverfahren mit einer abschließenden Vakuumtrocknung.

  1. Vorreinigung im Spritzverfahren
  2. Flutinjektionsreinigung im Tauchverfahren
  3. Ultraschall-Hauptreinigung im Tauchverfahren
  4. Spülen im Spritz- und Flutinjektionsverfahren
  5. Vakuumtrocknung

Zum Einsatz kommen saure und alkalische Reiniger. Die Temperaturen im Nassbereich reichen bis über 60 °C.

DIE MTM-LÖSUNG: EINE ANLAGE TYP FERA

Die MTM FERA führt sämtliche Nassprozesse und die anschließende Trocknung nacheinander in einer Behandlungskammer durch.

Drei getrennte Medienvorratstanks verfügen jeweils über einen eigenen Medienkreislauf mit zweifacher Filtration. Während der Behandlung werden die Werkstücke rotiert; alternativ kann eine Schwenkbewegung eingestellt werden.

  • Eine Behandlungskammer für Reinigung, Spülen und Trocknung
  • Drei getrennte Medienvorratstanks
  • Eigene Medienkreisläufe mit zweifacher Filtration
  • Rotation oder einstellbare Schwenkbewegung
  • Automatischer Ablauf des vorgewählten Prozessprogramms

TECHNISCHE PROJEKTDATEN

Auslegung dieses Anwendungsfalls auf eine FERA

3

Medienvorratstanks

1

Behandlungskammer

100 kg

Max. Korbgewicht

615 × 500 × 200 mm

Waschkorbabmessungen

Projekt kennzahl

Wert dieses Anwendungsfalls

Werkstücke

Diverse Hydraulikkomponenten

Werkstoffe

Stahl und Stahlguss

Einzelteil / Charge

Ca. 25 kg / max. 100 kg

Vorprozess

Thermische Entgratung (TEM)

Reinigungsaufgabe

Entfernung von Abbrandbelägen und Rückständen aus Tieflochbohrungen und Hohlräumen

Werkstückaufnahme

Waschkorb

Waschkorbabmessungen

615 × 500 × 200 mm

Maximales Korbgewicht

100 kg

Be- und Entladung

Manuell mit Hebezeug und verschiebbarem Be- und Entladetisch

Behandlungssystem

Eine Kammer für Nassprozesse und Trocknung

Medienversorgung

Drei getrennte Medienvorratstanks mit eigenen Kreisläufen

Reinigungsverfahren

Spritzreinigung, Flutinjektionsreinigung und Ultraschallreinigung

Werkstückbewegung

Rotation oder Schwenkbewegung

Prozesschemie

Saure und alkalische Reiniger

Nassprozesstemperaturen

Bis über 70 °C

Filtration

Zweifache Filtration in jedem Medienkreislauf

Trocknung

Vakuumtrocknung

Prozesssteuerung

Automatischer Ablauf nach Programmvorwahl und Start

FUNKTIONSPRINZIP DER FERA

Alle Prozessschritte in einer Behandlungskammer

Die FERA ist eine Einkammerreinigungsanlage. Die Werkstückaufnahme ermöglicht das Rotieren oder Schwenken des Waschguts während der Behandlung.
Je nach Anlagenausstattung und Prozessauslegung werden die Werkstücke durch Spritzreinigung, Flutinjektionsreinigung oder optional durch Ultraschall behandelt. Im beschriebenen Anwendungsfall ist die Ultraschall-Hauptreinigung Bestandteil des Ablaufs.

Be- und Entladung im beschriebenen Anwendungsfall

Die Waschkörbe werden mit einem Hebezeug auf den verschiebbaren Be- und Entladetisch gesetzt. Der Tisch wird vor das automatisch öffnende Kammertür geschoben. Anschließend wird der Korb manuell in das Drehgestell der Behandlungskammer eingeschoben.
Nach Betätigung des Startknopfs läuft das vorgewählte Prozessprogramm automatisch ab. Nach Prozessende öffnet sich das Kammertor automatisch, und der Korb wird manuell auf die zweite Position des Be- und Entladetisches gezogen.

MEDIENPFLEGE UND FILTRATION

Die Medienpflege unterstützt längere Badstandzeiten und einen geringeren Wasserverbrauch. Der MTM-Medienrücklauf minimiert die Verschleppung zwischen den Prozessmedien.

  • Zweifache Filtration aller Medien: Rücklauffiltration im MTM-Medienrücklaufsystem und Druckfiltration über Beutelfilter
  • Filtration bei der Kammerbefüllung: im Zulauf vor den Düsenstöcken
  • Aufbereitung des ersten Mediums: kontinuierlich über einen Ölabscheider
  • Getrennte Medienkreisläufe: für die drei Medienvorratstanks

IHRE VORTEILE

  • Kombination mehrerer Reinigungsschritte
  • Rotation und Schwenkbewegung des Waschguts
  • Entfernung von Rückständen aus Tieflochbohrungen und Hohlräumen
  • Getrennte Medienkreisläufe mit zweifacher Filtration
  • Verbesserte Badstandzeiten durch kontinuierliche Medienpflege
  • Reduzierte Medienverschleppung durch das MTM-Medienrücklaufsystem
  • Automatischer Prozessablauf nach manueller Beladung
  • Spritzen, Flutinjektion und Ultraschallverfahren mit allen drei Medien möglich.
  • Reduzierung der Beheizungsenergie auf ca. 1/3 durch Einsatz des MTM Eco Heaters (Wärmepumpe).

MTM GmbH

Anwendungsbereiche der MTM FERA-Kammeranlage

Die FERA eignet sich für die Reinigung unterschiedlicher Bauteile und Werkstoffe, darunter Stahl, Stahlguss, Aluminium, Messing, Kupfer, Titan und Kunststoffe.
Reinigungsverfahren und Prozesschemie werden auf den jeweiligen Werkstoff und die Reinigungsaufgabe abgestimmt. Der dargestellte Anwendungsfall beschreibt die Reinigung von Hydraulikkomponenten aus Stahl und Stahlguss nach der thermischen Entgratung.

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